Liquiditätsplanung: Liquiditätsplan erstellen

Die Liquiditätsplanung ist ein wesentlicher betriebswirtschaftlicher Bestandsteil Ihres Unternehmens. Ziel der Liquiditätsplanung ist die jederzeitige Ermittlung des voraussichtlichen Liquiditätsbestands innerhalb eines definierten Zeitraums. Der Plan umfasst die Einzahlungen und Auszahlungen auf Bankkonten und Kassenbeständen. Liquiditätsengpässe und Risiken lassen sich somit frühzeitig erkennen und gegensteuern, um liquide zu bleiben.

Was ist das Ziel einer Liquiditätsplanung?

Die Liquiditätsplanung Ihres Unternehmens zählt mit zu den wichtigsten Aufgaben des betrieblichen Managements. Ziel der Liquiditätsplanung ist die jederzeitige Ermittlung des voraussichtlichen Liquiditätsbestands innerhalb eines definierten Zeitraums. Die Planung umfasst sämtliche Einzahlungen und Auszahlungen auf Bankkonten und Kassenbeständen. Mit einem Liquiditätsplan lassen sich Risiken und Engpässe in der betrieblichen Liquidität frühzeitig erkennen. Dabei bezeichnet Liquidität die Fähigkeit, Ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit komplett und pünktlich nachzukommen. Fehlende Liquidität kann schnell zu einer Insolvenz führen. Im Regelfall wird der Liquiditätsplan zu einem bestimmten Stichtag ermittelt.

Doch mit der Ermittlung dieses Wertes zum Stichtag allein lässt sich Ihr Unternehmen nicht erfolgreich führen. Entscheidend ist die Frage, wie sich die Zahlungsfähigkeit des Betriebes im Laufe des Jahres entwickelt. Für die Steuerung der betrieblichen Abläufe ist erst eine Prognose der Geldbestände, eine Liquiditätsplanung, aussagekräftig. Somit ist nicht nur eine generelle Beurteilung wichtig, dass Einzahlungen und Auszahlungen getätigt werden, sondern wann diese im Laufe eines Jahres getätigt werden. Regelmäßige Anpassungen, z.B. aufgrund wechselnder Umstände (wie der Corona Pandemie) sind wichtig, um schnell auf die wechselnden Gegebenheiten zu reagieren und liquide zu bleiben. Üblicherweise fordern kreditgebende Institute oder andere Investoren Ihre Unternehmensführung regelmäßig auf, eine Liquiditätsplanung zu erstellen. Dieser wird mit zur Beurteilung Ihrer Kreditwürdigkeit verwendet.

Wie Sie einen Liquiditätsplan erstellen

Für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens wird meistens ein Wirtschaftsjahr betrachtet. Sinnvoll ist die Aufteilung der erwarteten Zahlflüsse auf die einzelnen Monate oder Wochen. Im Liquiditätsplan aufgeführt werden alle geplanten Einzahlungen sowie die liquiditätswirksamen Auszahlungen. Das heisst, es werden alle Geschäftsvorfälle zugrunde gelegt, die über Ihr Bankkonto oder die Kasse laufen. Somit werden z.B. Abschreibungen nicht in einem Liquiditätsplan erfasst. Diese zählen zwar als Aufwand, beeinflussen jedoch nicht unmittelbar Ihre Liquidität, da diese nicht zahlungswirksam sind.

Beispiel zur Erstellung eines Liquiditätsplans:

Anfangsbestand liquide Mittel (Bankkonto- und Kassenbestand)
+ Einzahlungen aus Kundenforderungen
+ Einzahlungen aus Forderungen aus Verkäufen des Anlagevermögens
+ Sonstige Einzahlungen (Steuererstattungen, Fördermittel, etc.)
- Auszahlungen der Periode
- Wareneinkauf
- Personalkosten
- Mieten
- Sonstige Zahlungen (Steuernachzahlungen, Beiträge, etc.)
Zwischensumme
+ Kreditaufnahmen
- Kredittilgungen und Zinsen
Endbestand liquider Mittel

Welche Einzahlungen und Auszahlungen in einer Liquiditätsplanung aufgezählt werden, hängt von Ihrem Unternehmen ab. Dabei können ähnliche Posten zusammengefasst werden. Eine leistungsstarke Software für Tabellenkalkulation, wie zum Beispiel Excel, hilft, einen Liquiditätsplan und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Liquiditätsplanung zu erstellen.

Welche Maßnahmen gibt es, die Liquidität zu erhöhen?

Erst eine ausreichende Liquidität sichert das Überleben Ihres Unternehmens. Da Sie den Plan fortlaufend erstellen, ersetzen Sie Planwerte mit den erzielten Echtwerten. Die kommenden Perioden können Sie anpassen. Wie zuvor beschrieben, ist auf teils unvorhergesehene oder äußere Einflüsse eine Anpassung der weiteren Liquiditätsplanung notwendig. Ziel der Planung ist es, die Liquidität für Ihr Unternehmen jederzeit sicherzustellen. Für Ihr Management gibt es im Rahmen einer Liquiditätsplanung eine Reihe von Maßnahmen, Ihre Liquidität zu erhöhen. Dazu zählen

  • Bonitätsprüfungen von Kunden mit hohen Einkaufswerten
  • ein detailliertes Forderungsmanagement mit individuellen Zahlungszielen für Kunden
  • Einfordern von Vorabzahlungen (Anzahlungen) oder von Sicherheiten
  • ein mehrstufiges Mahnwesen
  • angemessenen Kreditlinien bei der Hausbank (die Ihren Liquiditätsplan fordern)
  • Forderungsverkauf und Factoring von Kundenforderungen

Der Einfluss des Factoring auf die Liquiditätsplanung

Factoring ist eine moderne Methode in dem Liquiditätsmanagement und der Liquiditätsplanung. Hier kauft eine Factoring Gesellschaft wie die AKTIVBANK AG, die Forderungen Ihrer Kunden auf. Ihr Unternehmen verfügt kurzfristig über einen großen Teil des Umsatzes, je nach Vertrag sind das 80 % und teilweise bis zu 100 % der Rechnungssumme. Der Rest wird ausgezahlt, wenn Ihr Kunde die Rechnung an das Factoring Unternehmen beglichen hat.

Factoring ist außerdem ein wirksamer Ausfallschutz Ihrer Forderungen. Dieses Risiko geht mit dem Verkauf auf die Factoring Gesellschaft, den Factor, über. Außerdem bietet diese auf Wunsch die Übernahme Ihrer Debitorenbuchhaltung oder des Mahnwesens an, so dass Sie Verwaltungskosten sparen. Auf die Liquiditätsplanung Ihres Unternehmens wirkt sich der Forderungsverkauf durch Factoring positiv aus:

  • Die Zahlungseingänge aus Umsätzen stehen Ihrem Betrieb schnell zur Verfügung.
  • Skontomöglichkeiten bei Ihren Lieferanten können besser genutzt werden, was sich liquiditätserhöhend und ertragssteigernd auswirkt.
  • Für den Liquiditätsplan sind die Zahlungseingänge exakt planbar und die Prognosen sind treffender. Der Zahlungsverzug eines Kunden wirkt sich für Sie nicht liquiditätsschädigend aus: Ihr Unternehmen erhält direkt das Geld aus Forderungsverkauf von der Factoring Gesellschaft, auch wenn Ihr Kunde erst mit Zahlungsverzug an den Factor zahlt.
  • Die Kosten für das Factoring Unternehmen sind im Rahmen des Liquiditätsplans exakt kalkulierbar.
  • Factoring verbessert gleichzeitig den Cash Flow Ihres Unternehmens.

Wenn Sie einen Liquiditätsplan erstellen, berechnen Sie gleich in wenigen Schritten Ihre Liquiditätsvorteile mit Factoring. Zur Ermittlung Ihres Liquiditätsgewinns und des Factoring Aufwands finden Sie einen Factoring Rechner.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 07231/44436-423 oder über unser Kontaktformular und den Online-Chat zur Verfügung.

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