Unser Factoring-Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um Factoring, Forderungsfinanzierung und Liquidität – kurz, verständlich und von A bis Z sortiert. Wählen Sie einen Buchstaben, um direkt zu den passenden Begriffen zu gelangen.
Finanzierung von zu verkaufenden Waren oder Dienstleistungen mittels eines speziellen Finanzierungsinstrumentes (wie z. B. Factoring).
Im Rahmen einer Insolvenz sind Gläubiger absonderungsberechtigt, deren Forderungen durch ein Recht an einem zur Insolvenzmasse gehörenden Gegenstand gesichert sind, während Gegenstände, die nicht dem Schuldner gehören, über die Aussonderung herausverlangt werden können.
Abtretung meint die Übertragung einer Forderung von einem abtretenden Gläubiger (Zedent) an einen neuen Gläubiger bzw. Abtretungsempfänger (Zessionar). Die Abtretung von Forderungen erfolgt im Factoring regelmäßig im Factoring-Vertrag zwischen dem Factoring-Kunden und dem Factor.
Grundsätzlich sind Forderungen im Wege der Abtretung übertragbar. Allerdings kann dies durch Vereinbarung zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner ausgeschlossen werden. In Deutschland ist im Factoring aufgrund der Regelung in § 354a HGB eine Abtretung dennoch grundsätzlich wirksam, wenn das Rechtsgeschäft für beide Parteien ein Handelsgeschäft darstellt.
Der Factoring-Kunde liefert seine Waren oder Dienstleistungen an seine Debitoren aus und erstellt diesen dafür Rechnungen, welche regelmäßig eine Anzeige über die Abtretung der Forderung zugunsten des Factors beinhalten und den Debitor verpflichten, auf das vom Factor angegebene Konto zu zahlen. Hiervon wird beim stillen Factoring eine Ausnahme gemacht.
Unter einer Abzugsquote versteht man einen prozentualen Sicherheitseinbehalt für mögliche auftretende Wertminderungen des vom Factor angekauften Forderungsbestandes durch nachträglich erteilte Gutschriften, Rabatte, Boni, Skonti u. a.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind Grundlage eines zwischen einem Factoring-Kunden und einem Factor abgeschlossenen Factoring-Vertrages.
Auf der Aktivseite der Bilanz werden alle Vermögenswerte eines Unternehmens verzeichnet. Diese werden nach dem Grad der Liquidität gegliedert und enthalten auch Forderungen des Unternehmens gegen dessen Debitoren.
Durch den Einsatz von Factoring erfolgt ein Aktivtausch in der Bilanz eines Factoring-Kunden: Forderungen gegen Geld. Die Forderungen werden aus der Bilanz des Kunden in die Bilanz des Factors übertragen. Hierdurch kann der Factoring-Kunde Liquidität gewinnen. Alternativ kann eine Rückführung von Lieferanten- oder Bankverbindlichkeiten erfolgen, wodurch dann eine Bilanzverkürzung erreicht werden kann.
Im Factoring-Vertrag verpflichtet sich der Factoring-Kunde gegenüber dem Factor, sämtliche zukünftig entstehenden Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen Debitoren, oder auch nur bestimmte Teile hiervon (Ausschnitts-Factoring), zum Ankauf anzubieten.
Im Rahmen des Factoring-Vertrages wird regelmäßig der Ankauf von Forderungen eines Factoring-Kunden gegen dessen Debitoren geregelt.
Die Ankaufsquote gibt an, welcher Anteil einer Forderung sofort ausgezahlt wird. Der verbleibende Teil dient als Sicherungseinbehalt und wird nach Zahlungseingang ausgekehrt.
Die ANWR-Group ist eine europäische Handelskooperation mit Sitz in Mainhausen. Sie ist tätig in den Geschäftsfeldern Schuhe, Sportartikel, Lederwaren, Finanzdienstleistung, Unternehmensberatung, Steuer- und Wirtschaftsprüfung, Warenwirtschaft und Aus- und Weiterbildung.
Ausfallrisiko ist das Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungsverlustes wegen Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners (Debitors).
Der Factor übernimmt beim echten Factoring das Ausfallrisiko regelmäßig zu hundert Prozent regresslos (Delkredere).
Beim Ausschnitts-Factoring verkauft ein Factoring-Kunde nur einen Teil („Ausschnitt“) seiner Forderungen gegen Debitoren, beispielsweise nur Forderungen gegen bestimmte Abnehmergruppen oder nur aus bestimmten Produkten und/oder Dienstleistungen.
Außenstände, also die noch nicht fälligen Forderungen eines Unternehmens, sind betriebswirtschaftlich gesehen „totes Kapital“, welches sich mit Hilfe von Factoring, also dem Verkauf von Forderungen, in Liquidität umwandeln lässt.
In der Insolvenz kann derjenige Gläubiger, der geltend machen kann, dass sich in der Insolvenzmasse Gegenstände befinden, die ihm selbst und nicht dem Schuldner gehören, Herausgabe hiervon gem. § 47 Insolvenzordnung (InsO) verlangen. Gegenstand des entsprechenden Aussonderungsanspruches kann eine aussonderungsfähige Sache, ein entsprechendes Recht oder auch eine Forderung sein. Zur Aussonderung berechtigen u. a. Forderungen, die im Rahmen des echten Factoring von einem Factoring-Kunden an einen Factor abgetreten wurden.
Der Factor zahlt nach Ankauf der Forderungen in der Regel 80 bis 90 Prozent des Rechnungsbetrags aus. Die Restsumme (Abzugsquote) dient als Sicherheitseinbehalt und wird unverzüglich nach Zahlung durch den Debitor oder Eintritt des Delkrederefalles vom Factor überwiesen.
„Business to Business“ meint den Ankauf von Forderungen von Unternehmern (vgl. § 14 BGB) gegen andere Unternehmen, im Unterschied zu B2C-Factoring.
Diese aus dem Englischen ("Business to Consumer") kommende Bezeichnung meint Factoring von Forderungen von Unternehmern gegenüber privaten Konsumenten, vgl. § 13 BGB, im Unterschied zu B2B-Factoring.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt und kontrolliert alle Bereiche des aufsichtspflichtigen Finanzwesens in Deutschland, also u.a. Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, zu denen auch Factoringunternehmen gehören.
Eine Bankauskunft von Kreditinstituten enthält Feststellungen zu Zahlungsfähigkeit, Bonität und wirtschaftlichen Verhältnissen des Angefragten.
Als Reaktion auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2007 erarbeitete der Basler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ein Reformpaket zu Basel II, welches vor allem eine Erhöhung der Qualität, Konsistenz und der Transparenz des Eigenkapitals von insbesondere Kreditinstituten vorsieht. In der Europäischen Union erfolgt die Umsetzung von Basel III durch das sog. CRD IV-Paket, welches aus einer Verordnung (CRR) und einer Richtlinie (CRD IV) besteht und ab 2014 stufenweise in Kraft getreten ist. Zur Umsetzung des CRD-IV-Paketes in Deutschland wurde u.a. das KWG geändert und ergänzt.
Factoring-Kunden verkaufen ihre Forderungen gegen ihre Debitoren an Factoring-Institute. Da diese das zugrunde liegende Geschäft zwischen den Parteien und zu den Forderungen nicht näher kennen können, übernehmen Factoring-Kunden regelmäßig die Haftung für die Verität, also für den rechtlichen Bestand der Forderung, und haben dem Factor dafür einzustehen, dass die veräußerten Forderungen tatsächlich bestehen und keine oder nur bekannte Mängeleinreden gegen die Forderungen geltend gemacht werden können. Diese Bestandshaftung ist streng zu trennen von der Haftung für die Bonität des Debitors.
Bilanz meint die Aufstellung von Herkunft und Verwendung vom Kapital eines Unternehmens in Form der Gegenüberstellung von Vermögen und Verbindlichkeiten.
Factoring stärkt einerseits die Liquidität eines Unternehmens. Andererseits bewirkt es auch eine Bilanzverkürzung. Denn mit der gewonnenen Liquidität können gleichzeitig eigene Verbindlichkeiten beglichen werden. Da sich die Bilanzsumme verkürzt, erhöht sich die Eigenkapitalquote.
Bonität bezeichnet die Bereitschaft eines Unternehmens oder einer Person, seine zukünftigen Zahlungsverpflichtungen zurückzahlen zu können und damit seine Kreditwürdigkeit unter Beweis zu stellen.
Die Einschätzung zur Bonität erfolgt entweder durch einen Finanzgeber, wie einem Factor selbst, oder durch eine Rating-Agentur. Hinweise über die Kreditwürdigkeit geben auch Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien oder eine Bankauskunft.
Vor dem Ankauf einer Forderung prüft der Factor die Bonität der Debitoren, um das Ausfallrisiko einzuschätzen und passende Debitorenlimite festzulegen.
Die AKTIVBANK AG bietet im Factoring verschiedene Branchenlösungen an. Insbesondere ist die Bank spezialisiert auf Factoring für Transport & Spedition, Personal & Zeitarbeit sowie Baustoffe.
Inhouse-Factoring
Die Entscheidung, wie viel der durch Factoring zur Verfügung gestellten Liquidität abgerufen wird, liegt bei Ihnen. Eine Zinsberechnung erfolgt lediglich auf den abgerufenen Betrag. Guthaben bis zu 100 TEUR sind verwahrentgeltfrei!
Cash Flow bezeichnet die Differenz von Einzahlungen und Auszahlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums, z. B. eines Jahres. Der Cash Flow ist ein wesentliches Element für die Finanzkraft eines Unternehmens.
Stilles Factoring
Cross-border-Factoring meint Factoring über Landesgrenzen hinweg. Dies kann zum einen den Ankauf von Forderungen gegenüber ausländischen Debitoren beinhalten (Internationales Factoring) oder den Erwerb von Forderungen ausländischer Factoring-Kunden.
Mit der DATEV-Schnittstelle bieten wir Ihnen eine standardisierte Anbindung zwischen Ihrer Finanzbuchhaltung und unserer Factoring-Plattform @ktiv-web 2.0. Es wird eine Buchungsdatei mit allen relevanten Factoring-Buchungen übertragen.
Der Debitor ist der Kunde und damit Schuldner eines Unternehmens. Er erhält Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung.
Beim offenen Factoring wird der Debitor entweder durch den Factor selbst oder den Factoring-Kunden über die Abtretung der Forderungen an den Factor informiert. In der Benachrichtigung wird der Debitor zugleich regelmäßig aufgefordert, künftig nur noch direkt an den Factor zu zahlen.
Unter der Debitorenbuchhaltung bzw. dem Debitoren- oder Forderungsmanagement wird der gesamte Ablauf aller Prozesse von der Entstehung einer Forderung bis hin zum Mahn-/Inkassowesen und einem Verbuchen der Zahlung verstanden.
Die maximal zulässige Konzentration (angekaufte Forderungen) eines Debitoren (bzw. Konzerns) bezogen auf den Ankauf.
Das Limit ist der Höchstbetrag bis zu dem der Factor das Ausfallrisiko für einen Debitor übernimmt. Die Beurteilung des Limits erfolgt nach bank- und kreditversicherungsüblichen Kriterien. Die Prüfung des Debitorenlimits erfolgt auf Antrag des Factoring-Kunden, da die das Debitorenlimit übersteigenden Forderungen vom Factor treuhänderisch verwaltet werden.
Das Limit ist der Höchstbetrag, bis zu dem die AKTIVBANK AG das Ausfallrisiko für einen Debitor übernimmt. Die Beurteilung erfolgt nach bank- und kreditversicherungsüblichen Kriterien. Die Prüfung erfolgt auf Antrag des Factoring-Kunden, da die das Limit übersteigenden Forderungen treuhänderisch verwaltet werden.
Zum Debitorenmanagement gehören die Debitorenbuchhaltung sowie das Mahn- und Inkassowesen. Im echten Factoring gehört dazu auch das regelmäßige Prüfen der Bonität der Debitoren. Die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Service des Factors für seinen Factoring-Kunden.
Delkredere meint die Haftung des Factors für die teilweise oder vollständige Realisierung des Ausfallrisikos einer Forderung wegen Zahlungsunfähigkeit des Debitors.
Ein Delkredere bezeichnet die Möglichkeit eines Forderungsausfalls. Entsprechend geht das Delkredererisiko mit Ankauf der Forderung auf das Factoring-Institut über.
vgl. Debitorenlimit
vgl. Ausfallrisiko
Der Factoring-Kunde genießt im Rahmen des Debitorenlimits Schutz vor dem Ausfall von Forderungen bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors; vgl. Delkrederefall; Ausfallschutz
Der Delkrederefall tritt bei dauerhafter Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Insolvenz) ein. Nach einer im Factoring-Vertrag regelmäßig vereinbarten Frist gilt der Delkrederefall auch als eingetreten. Daneben können im Factoring-Vertrag individuelle Regelungen für die Annahme des Delkrederefalles bestehen.
Der Deutsche Factoring-Verband e.V. wurde 1974 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Der Verband vertritt die Interessen der deutschen Factoring-Institute auf nationaler und internationaler Ebene. Aktuelle neutrale Untersuchungen bestätigen, dass die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes rund 98 Prozent des verbandlich organisierten Factoring-Volumens darstellen.
Dienstleistung durch Factoring ist eine der drei zentralen Funktionen des Factorings. Diese kann aus verschiedenen Services bestehen und umfasst häufig das Debitorenmanagement, das Mahnwesen sowie das Inkasso für den Factoring-Kunden. Optional kann auch eine laufende Überprüfung der Bonitäten der Debitoren vereinbart werden. Durch die Übernahme von Dienstleistungen durch den Factor kann der Factoring-Kunde Kosten einsparen und seine Ressourcen anderweitig einsetzen.
Beim echten Factoring übernimmt der Factor den kompletten Ausfallschutz und damit das Delkredererisiko – für den Fall, dass eine Forderung ausfällt und der Debitor nicht bezahlen kann. In Deutschland wird überwiegend echtes Factoring angewendet.
Durch die Bilanzverkürzung beim Factoring steigt die Eigenkapitalquote. Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert das Rating und damit die Kreditwürdigkeit.
Lieferanten behalten sich bei Lieferung von Waren regelmäßig das Eigentum an der von ihnen gelieferten Ware vor, bis der komplette Kaufpreis bezahlt ist. Der Belieferte darf im ordnungsgemäßen Geschäftsvorgang die Ware weiterverkaufen, mit der Maßgabe, dass er den ihm aus dem Weiterverkauf der Ware entstehenden Zahlungsanspruch gegen Dritte im Voraus an den Lieferanten abtritt.
Bei der Einkaufsfinanzierung (Reverse Factoring) werden Lieferantenrechnungen frühzeitig beglichen. Siehe hierzu auch die Erläuterung zur Zentralregulierung.
Die in 2009 gegründete EUF ist die Interessenvertretung der europäischen Factoring-Branche auf EU-Ebene und hat ihren Sitz in Brüssel. Weitere Informationen finden Sie unter: www.euf.eu.com
Euro InterBank Offered Rate (EURIBOR) ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft, der für verschiedene Laufzeiten von 1 Woche bis 12 Monaten ermittelt wird.
Exportfactoring sichert Auslandsforderungen ab und verschafft exportierenden Unternehmen schnelle Liquidität sowie Schutz vor Zahlungsausfällen im Auslandsgeschäft.
Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Ende 2014 mit der Aufsicht über systemrelevante bzw. bedeutende Kreditinstitute im Euro-Raum betraut.
Ein Factoring-Unternehmen, welches Forderungen aus Warenlieferungen und/oder Dienstleistungen eines Factoring-Kunden gegen dessen Kunden ankauft, wird als Factor bezeichnet.
Unter Factorabilität versteht man die Eignung von Forderungen für einen Ankauf im Factoring ohne einseitiges Risiko für den Factor. Voraussetzung ist das Vorliegen einer vollständig erbrachten Lieferung oder Leistung, deren wertmäßiger Bestand nicht nachträglich gefährdet ist.
Factoring ist eine moderne Finanzdienstleistung zur Umsatzfinanzierung. Ein Factor kauft Geldforderungen aus Warenlieferungen und/oder Dienstleistungen gegen die Abnehmer (Debitoren) an. Als Gegenleistung leistet die AKTIVBANK AG umgehend Zahlungen, die sich an der Höhe der Forderungen orientieren. Factoring hat drei Funktionen: Liquidität, Delkredereschutz und Dienstleistung.
Factoring 100 PLUS bietet im Gegensatz zum klassischen Factoring eine 100-prozentige Auszahlung innerhalb von 48 Stunden.
Industrie-, Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen aus mehr als 30 Branchen nutzen seit Jahrzehnten die Vorteile des Factorings. Zu den Factoring-Kunden gehören zunehmend auch Unternehmen, die internationales Factoring betreiben. Die wichtigsten Factoring-Branchen sind unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Elektrotechnik und Feinmechanik, Fahrzeugbau, Gesundheitswesen, Handel, Handelsvermittlung und Großhandel, Herstellung von chemischen Erzeugnissen, Herstellung von Metallerzeugnissen, Herstellung von Möbeln und Schmuck, Maschinenbau, Metallerzeugung und -verarbeitung, Nahrungsmittelgewerbe, Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Textil- und Bekleidungsgewerbe.
Das Factoring-Entgelt beinhaltet regelmäßig den Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Debitorenmanagements durch den Factor. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Risiko auf Debitoren- und Factoring-Kundenseite sowie dem Arbeitsaufwand und schwankt daher (Kosten des Factorings).
Forderungsverkäufer/Zedent
Die Factoring-Quote misst das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen der deutschen Factoring-Institute und dem Bruttoinlandsprodukt. Die Factoring-Quote betrug 2020 in Deutschland knapp 8,4 Prozent. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Italien, Großbritannien und Frankreich ist aber noch deutliches Wachstumspotential vorhanden.
Im Factoring-Vertrag werden in einem Rahmenvertrag zwischen Factor und Factoring-Kunden Rechte und Pflichten näher geregelt. Kernbereiche sind die Anbietungspflicht für Forderungen, die Ankaufspflicht des Factors im Rahmen der vereinbarten Delkredere-Limite sowie die Haftung des Factoring-Kunden für den rechtlichen Bestand der Forderung (Veritätshaftung).
Factoring-Entgelt, berechnet auf den eingereichten Umsatz (Rechnungen).
Factoringkosten setzen sich aus mehreren Elementen zusammen. Je nach Factoringgesellschaft werden andere Schwerpunkte auf Jahresumsatz, Zahlungsziele, Branche sowie die Anzahl der Forderungen gelegt. Zudem spielen Dienstleistungen wie Debitorenmanagement und Forderungsabsicherung eine Rolle (Full-Service- vs. Inhouse-Factoring).
Alle eingereichten Rechnungen.
Die 1968 gegründete Factors Chain International (www.fci.nl) mit Sitz in Amsterdam ist eines der großen Netzwerke international tätiger Factoring-Gesellschaften.
Sie zahlen keine Limitprüfgebühren für abgelehnte Limite Ihrer Debitoren.
Dieser juristische Fachbegriff definiert den Zeitpunkt, ab dem ein Gläubiger einen Anspruch gegen einen Schuldner geltend machen kann. Dieser Zeitpunkt ist meist vertraglich geregelt, kann sich indes auch aus den Umständen ergeben.
Fälligkeits-Factoring ist eine Factoring-Variante, bei welcher der Factoring-Kunde die Vorteile der vollständigen Absicherung gegen das Ausfallrisiko und eine Entlastung beim Debitorenmanagement nutzt, aber auf eine sofortige Regulierung des Kaufpreises durch den Factor verzichtet.
Forderungsverkauf (Factoring) ermöglicht die Freisetzung des in den Forderungen gebundenen Kapitals und erweitert damit den zur Entwicklung des Kerngeschäftes zur Verfügung stehenden Cash Flow des Factoring-Kunden (Liquidität).
Die Finanzierungskosten im Factoring meinen das Zinsentgelt für den Zeitraum der Kapitalüberlassung bis zum Eingang der Debitorenzahlung bzw. bis zu einem vertraglich festgelegten Zeitpunkt (Delkrederefall); siehe auch Kosten des Factorings.
Der Finanzierungsrahmen ist die Summe, die unter Beachtung des Factoring-Vertrages dem Factoring-Kunden zur Verfügung gestellt wird.
Unter einer Forderung versteht man den Anspruch eines Unternehmers („Gläubiger“) gegenüber seinem Kunden („Schuldner“). Üblicherweise handelt es sich um finanzielle Ansprüche aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen.
Die Abtretung von Forderungen ist nach der Legaldefinition in § 398 BGB die Übertragung einer Forderung von einem Gläubiger ("Zedent") auf einen anderen („Zessionar“). Sie erfolgt im Factoring regelmäßig durch entsprechende Vereinbarungen im Factoring-Vertrag.
Begleicht ein Debitor seine Rechnungen nicht und ist eine Vollstreckung in das Vermögen des Debitors erfolglos, spricht man von einem Forderungsausfall.
Mit dem Forderungsausfallschutz erhält der Factoring-Kunde auf Wunsch eine volle Absicherung der Forderungen, auch im Falle von Zahlungsausfällen durch den Kunden.
Die Forderungslaufzeit umfasst die Zeit von der Rechnungsstellung bis zum Zahlungseingang. Die Forderungslaufzeit ist in der Regel länger als das vereinbarte Zahlungsziel.
Beim Forderungsverkauf treten Unternehmen ihre offenen Rechnungen an einen Factor ab und erhalten sofort Liquidität, anstatt auf den Zahlungseingang zu warten.
Der Begriff Forfaitierung meint den mittel- und langfristigen Ankauf von (Einzel-) Forderungen unter Verzicht auf Rückgriff gegen den Verkäufer bei Zahlungsausfall. Dieser haftet für den Bestand der verkauften Forderungen (Veritätshaftung). Der Verkäufer der Forderung wird "Forfaitist", der Käufer "Forfaiteur" genannt.
Wir übernehmen die Buchhaltung für Sie: Verbuchung der Rechnungen auf den Debitorenkonten, Zahlungseingänge sowie ein professionelles und freundliches Mahnwesen.
Factoring als moderne Finanzierungsform hat verschiedene Funktionen. Die drei wichtigsten sind: 1.) Finanzierung, 2.) Delkredere, 3.) Dienstleistung für den Kunden.
Der Begriff Gläubiger bezeichnet denjenigen, der gegen einen Schuldner einen Anspruch auf Erbringung einer Leistung oder Zahlung einer Forderung hat.
Unter Globalzession versteht man die Abtretung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Forderungen.
Import-Factoring ist eine Sonderform des internationalen Factoring bei dem ein inländischer Factor Forderungen eines ausländischen Factors gegenüber inländischen Debitoren ankauft oder einzieht. Das kann entweder mit oder ohne Übernahme des Delkredererisikos erfolgen.
Sie führen die debitorische Buchhaltung und das Mahnwesen in Eigenregie weiter. Dies reduziert Ihre Factoring-Gebühr und ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Ihnen und Ihren Kunden.
Unter Inkasso versteht man das geschäftsmäßige Eintreiben fälliger Rechnungen (Forderungen).
Inkasso-Forderungen sind von einem Factor nicht angekaufte, sondern an diesen nur zum Einzug treuhänderisch abgetretene Forderungen.
Insolvenz meint die Eigenschaft eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nicht nachkommen zu können, wegen Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung. In der Insolvenz des Factoring-Kunden sind Factoring-Institute grds. als Aussonderungsberechtigte gem. § 47 InsO bezüglich der ihnen gehörenden Forderungen besonders gesichert.
Internationales Factoring meint das Factoring für Forderungen aus grenzüberschreitenden Geschäften und wird je nach Sitz des Factoring-Kunden als Export- oder Import-Factoring bezeichnet. Das Geschäft wird dabei entweder auf direktem Wege oder unter Einschaltung eines Factoring-Partners für internationale Kooperationen in den jeweiligen Ländern abgewickelt.
Als Gegenleistung für den Kauf der Forderung zahlt der Factor an den Factoring-Kunden umgehend den Kaufpreis für die Forderungen aus. Dieser Kaufpreis entspricht dem Brutto-Rechnungsbetrag der angekauften Forderung abzüglich Skonti, Boni, Rabatten oder sonstiger von Debitor geltend gemachter Abzüge sowie eines Diskonts für die individuell vereinbarten Leistungen des Factors (Debitorenmanagement, Delkredereübernahme) sowie für die Finanzierung der Forderungen.
Vom Kaufpreis der Forderungen behält der Factor in der Regel zunächst 10 % bis 20 % der angekauften Forderungssumme ein. Mit diesem Betrag werden eventuelle Mängeleinreden der Debitoren, Aufrechnungen, Boni, Skonti, Rabatte u. ä. abgedeckt. Der zunächst einbehaltene Betrag wird nach Zahlung des Debitors oder spätestens im Delkrederefall unverzüglich an den Kunden ausbezahlt.
Unter KMU versteht man Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen – bis zu 249 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € oder einer Bilanzsumme von höchstens 43 Mio. €.
Die Konzentrationsklausel bestimmt die maximal zulässige Höhe des Forderungsbestandes gegen einen Debitor im Verhältnis zum Gesamtbestand der Forderungen eines Factoring-Kunden.
Die Kosten des Factorings setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und dem Factoring-Entgelt zusammen. Zusätzlich können z. B. für die Prüfung der Bonität der Debitoren weitere Kosten des Factorings entstehen.
Der AKTIVBANK KreditCheck ist ein Finanzierungsportal, um den passenden Finanzierungspartner zu finden – z. B. Kredit-, Leasing- oder Immobilienfinanzierungen. Mit einer Anfrage erhalten Sie Angebote mehrerer Partner.
Der Abschluss einer im Factoring üblichen Kreditversicherung dient dazu, sich vor dem Ausfallrisiko des Debitors zu schützen. Im Unterschied zum Factor übernimmt eine Kreditversicherung das Ausfallrisiko regelmäßig nicht zu einhundert Prozent.
Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt die Aufsicht über u.a. Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute. Factoring ist nach dem KWG eine Finanzdienstleistung, so dass Factoring-Unternehmen grundsätzlich als erlaubnis- und aufsichtspflichtige Finanzdienstleistungsinstitute einzustufen sind.
@ktiv-web 2.0 ist die AKTIVBANK Factoring-Plattform und bietet Ihnen einen schnellen und einfachen Forderungsverkauf über Ihren Webbrowser. Schnelle Dokumentenerfassung, einfacher Datenimport sowie übersichtliche Auswertungen kennzeichnen unsere Factoring-Plattform.
Absatzpolitisches Instrument bei dem der Lieferant seinen Abnehmern ein verlängertes Zahlungsziel gewährt. Dies führt zu einer Liquiditätsbindung, die durch Eigenkapital oder Bankkredite finanziert werden muss. Durch Forderungsverkäufe im Rahmen des Factorings steht der erwirtschaftete Cash Flow dem Unternehmen frühzeitig und endgültig zur Verfügung (Liquidität).
Wir übernehmen aktiv die Ankaufsquotensteuerung: Wir managen die Debitorenlimite für Sie und prüfen Limiterhöhungen bzw. -neueinräumungen, ohne dass Sie etwas tun müssen.
Der Gebührensatz, welcher pro Debitorenprüfung zu entrichten ist.
Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen fortlaufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Einem liquiden Unternehmen stehen ausreichende Zahlungsmittel zur Verfügung.
Die Liquidität, die Ihnen die AKTIVBANK AG zur Bezahlung Ihrer Lieferanten zur Verfügung stellt.
Eine Mahnung bezeichnet z. B. im Rahmen von Entgeltforderungen eine Zahlungserinnerung.
Das Mahnwesen umfasst alle Schritte zur Beitreibung überfälliger Forderungen. Im Full-Service-Factoring übernimmt der Factor das Mahnwesen für Sie.
Mit Mängeln werden Fehler einer gelieferten Ware oder einer Dienstleistung bezeichnet. Mängel können den Debitoren berechtigten, die an ihn von dem Factoring-Kunden gestellten Rechnung insgesamt oder in Teilen nicht erfüllen zu müssen. Berechtigte Mängel haben daher auch Einfluss auf das Verhältnis zwischen Factor und Factoring-Kunde.
Factoring ist eine bankenunabhängige Mittelstandsfinanzierung, die kleinen und mittleren Unternehmen planbare, umsatzkongruente Liquidität verschafft.
Die Offene-Posten-Liste („OP-Liste“) stellt eine Übersicht über gestellte, indes noch nicht bezahlte Rechnungen eines Unternehmens dar. Sie listet die Fälligkeitsdaten jeder einzelnen Rechnung auf. Dem Factor dient die OP-Liste eines Factoring-Kunden als Informations- und Kontrollinstrument.
Beim offenen Factoring wird der Abnehmer über den Verkauf der Forderung informiert. Auf der Rechnung befindet sich die Bankverbindung des Factoring-Instituts, an die der Abnehmer zahlt.
Im Unterschied zum Two–Factor-System wickelt der Factor hier Export-Factoring ohne ausländische Factoringpartner in den jeweiligen Ländern ab. Die Einräumung von Debitorenlimiten erfolgt i.d.R. auf Basis einer Kreditversicherung des Factors. Der Einzug der Forderungen gegenüber den ausländischen Debitoren erfolgt direkt.
Die AKTIVBANK bietet einen Online Factoring Vertrag, z. B. für Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz < 1 Mio. €. Vorteile sind u. a. der Wegfall sonst üblicher Zinsen und eine schnelle Bearbeitung.
Forderungen werden durch Abtretung erworben. Im Falle mehrfacher, paralleler Abtretung einer Forderung gilt nach dem zivilrechtlichen Prioritätsprinzip, dass die zeitlich nachrangige Abtretung der zuvor erfolgten Abtretung gegenüber unwirksam ist. In diesem Fall kann der nachträgliche Erwerber grundsätzlich kein Recht an der Forderung erwerben.
Rabatte sind meist prozentual bemessene Preisnachlasse vom üblichen Listen-Preis (Netto-Verkaufspreis) einer Ware. Rabatte werden beispielsweise als Kaufanreize von Lieferanten gewährt.
Eine mit Factoring verbesserte Eigenkapitalquote verbessert das Rating. Dieses hat großen Einfluss bei der Vergabe von Kreditlinien durch Banken.
Beim Reverse Factoring (Einkaufsfinanzierung) initiiert der Abnehmer die Finanzierung, um seine Lieferanten frühzeitig zu bezahlen und längere Zahlungsziele zu nutzen.
Delkredereschutz
Dienstleistung
Der Sicherheitseinbehalt dient dem Factor als Ausgleich von möglichen vereinbarten Rabatten, Skonti oder eventuellen Einreden wegen Mängeln bzgl. der abgetretenen Forderungen. Meist beträgt der Sicherheitseinbehalt zwischen 10 und 20 Prozent der angekauften Forderungen und wird bei Fälligkeit verrechnet bzw. an den Factoring-Kunden ausbezahlt.
Factoring ist der revolvierende Ankauf von Forderungen eines Factoring-Kunden gegen dessen Debitoren im Rahmen eingeräumter Debitorenlimite. Wenn ein auf einen Debitoren gezeichnetes Limit ausgeschöpft ist, werden weitere Forderungen gegen diesen Debitor erst wieder ankaufsfähig, wenn ein Teil der angekauften Forderungen beglichen wurde. Die neu angedienten Forderungen rücken dann wie in einem Silo in den frei gewordenen Finanzierungsrahmen nach.
Skonto ist ein Preisnachlass bei schneller Zahlung. Dank der Sofortliquidität aus Factoring können Unternehmen Lieferantenskonti konsequent nutzen.
Nach Einreichung der Rechnungen erfolgt eine Sofortauszahlung des Großteils der Forderungssumme – in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Mit dem Forderungsankauf behält der Factor in der Regel einen Sicherungseinbehalt von 10–20 % ein. Dieser dient für den Fall von Mängelrügen oder Retouren und wird auf dem Sperrkonto bis zur Zahlung durch den Debitor zurückbehalten.
Das Standard-Factoring umfasst neben der umsatzkongruenten Finanzierung der angekauften Forderungen auch die Absicherung des Risikos des Forderungsausfalls (Delkredererisiko) des Factoring-Kunden sowie eine Entlastung beim Debitorenmanagement, welches bei dieser Factoring-Variante vom Factor übernommen wird.
Beim stillen Factoring ist die Forderungsabtretung für den Abnehmer nicht ersichtlich. Es erscheint weiterhin das Bankkonto des abtretenden Unternehmens.
Beim sog. Zwei-Factor-System bedient sich ein inländischer Factor einer Korrespondenzgesellschaft eines Factors zur Abwicklung des Geschäftes im Ausland, vgl. im Unterschied dazu One-Factor-System.
Factoring ist eine Form der Umsatzfinanzierung: Die verfügbare Liquidität wächst automatisch mit dem Umsatz, da sie an die Höhe der Forderungen gekoppelt ist.
Die UNCITRAL-Konvention über internationale Forderungsabtretungen vom 12.12.2001 enthält Bestimmungen über Abtretungen und Forderungen, Abtretungsverbote, Garantien des Zedenten, Drittschuldnerverständigung, Rechte des Schuldners und Mehrfachabtretungen und vereinheitlicht die Übertragung internationaler Rechnungen und grenzüberschreitende Abtretungen. Deutschland und die Europäische Union haben diese Konvention, anders als Liberia (2005), Luxemburg (2002), Madagaskar (2003), USA (2003), noch nicht unterschrieben oder ratifiziert.
Das unechte Factoring definiert das Recht des Factors, den Forderungskauf rückabzuwickeln, falls der Debitor die Forderung nicht zahlt und diese ausfällt.
Seit dem Jahr 1998 ist die sog. Ottawa-Konvention über internationales Factoring in Deutschland gültig. Sie regelt nicht nur das Factoring-Geschäft sondern vereinheitlicht die Abtretung von Forderungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr. (BGBl. II 1998,172)
B2B-, B2C-, Bulk-, Confidential-, Cross-border-, Echtes-, Export-, Fälligkeits-, Full-Service-, Import-, Inhouse-, Offenes-, Reverse-, Standard-, Stilles-, Unechtes-Factoring
Der Verkäufer der Forderung, also der Factoring-Kunde, haftet dem Factor gegenüber für den rechtlichen Bestand der Forderung, also dafür, dass die verkaufte Forderung tatsächlich besteht.
Das Veritätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass eine verkaufte Forderung nicht tatsächlich existiert. Der Factoring-Kunde muss dem Factor darlegen, dass die Forderung besteht und frei von Rechten Dritter ist.
Das Vermittler Portal unterstützt Vermittler und Makler beim Factoring-Kundengeschäft. Vermittler können für eine Kooperation ein persönliches Login anfordern.
Factoring ist eine Form umsatzkongruenter Finanzierung, das heißt, dass bei steigenden Umsätzen und Wachstum im Rahmen der Limite auch die anzukaufenden Forderungsvolumina steigen können. Factoring finanziert so Unternehmenswachstum.
Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten. Factoring erhöht das Working Capital, indem gebundene Liquidität aus offenen Forderungen freigesetzt wird.
Ein Zahlungsausfall entsteht, wenn ein Debitor seine Rechnung nicht begleicht. Echtes Factoring schützt Unternehmen vor diesem Risiko.
Zahlungsziele definieren das Fälligkeitsdatum einer Forderung. Factoring hilft, die Zahlungsziele gegenüber Kunden zu verlängern.
Mit Zedent wird der bisherige Gläubiger bezeichnet, der seine Forderung an einen neuen Gläubiger (Zessionar) abtritt. Im Factoring ist der Factoring-Kunde regelmäßig der Zedent.
Durch eine Zentralregulierung werden die Rechnungen vieler Lieferanten, beispielsweise an die Mitglieder einer Einkaufskooperation, von einer zentralen Stelle erfasst, bearbeitet und reguliert. Da die Mitglieder ihre entsprechenden Forderungen auch an den Zentralregulierer abtreten, ist im Factoring u. a. darauf zu achten, dass der Prioritätsgrundsatz beachtet wird.
Die Zentralregulierung ist ein zentrales Abrechnungssystem, über das Forderungen der Lieferanten gegenüber Groß- und Einzelhändlern mit 100-prozentiger Absicherung des Delkredere-Risikos abgerechnet werden. Ein zentrales Zahlungsclearing bündelt die Zahlungsströme und sichert die Begleichung zur Skonto-Fälligkeit.
Die Zession beschreibt die Abtretung, z. B. einer Forderung, des bisherigen Gläubigers (Zedent) an einen neuen Gläubiger (Zessionär).
Mit Zessionar wird der neue Gläubiger einer vom Zedenten abgetretenen Forderung bezeichnet, im Factoring ist der Factor regelmäßig der Zessionar.
Bei einem Zessionskredit handelt sich um einen kurzfristigen Barkredit, der durch Abtretung offener Forderungen eines Unternehmens besichert wird. In der Regel beleihen Kreditinstitute nur inländische Forderungen und pauschal lediglich in Höhe von 30 bis 60 Prozent des abgetretenen gesamten Forderungsbestandes. Factoring ist daher für viele Unternehmen betriebswirtschaftlich interessanter.
vgl. Two-Factor-System