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Forderungsabtretung und Factoring: Was ist der Unterschied?

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Forderungsabtretung und Factoring – mit Erläuterungen zum Ablauf und zur Rolle der beteiligten Unternehmen.

Autor:
Bereichsleiter Factoring Vertrieb · AKTIVBANK AG

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Was ist eine Forderungsabtretung?

Eine Forderungsabtretung wird als Zession bezeichnet. Es handelt sich um die gesetzlich definierte, formfreie Abtretung von Forderungen durch den ursprünglichen Gläubiger (Zedent), auf einen neuen Gläubiger (Zessionar). Der Inhalt der eigentlichen Forderung bleibt unverändert. Eine ausführliche Definition finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB §§ 398 ff. Vor allem Banken nutzen eine Forderungsabtretung als Kreditsicherheit.

Bei einer stillen Zession wird der Schuldner zunächst nicht über den Gläubigerwechsel informiert. Bei einer offenen Zession wird ihm der neue Zahlungsempfänger mitgeteilt. Auch Factoring nutzt die Abtretung: Der Factor kauft die Forderung und übernimmt sie durch einen Abtretungsvertrag. Der Unterschied liegt im wirtschaftlichen Zweck und im vereinbarten Leistungsumfang.

Voraussetzungen für eine Forderungsabtretung

Damit Sie als Zedent eine offene Forderung an einen Zessionar abtreten können, hat die Forderung z.B. bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen:

in der ursprünglichen Vereinbarung mit dem Schuldner ist eine Zession nicht ausdrücklich verboten

die Forderung ist abtretbar und besteht tatsächlich

der Zedent ist der rechtmäßige Inhaber der Forderung

durch die Forderungsabtretung bleibt der Inhalt der Forderung unverändert

die Forderungsabtretung ist gesetzlich erlaubt

es wird ein formfreier Abtretungsvertrag zwischen beiden Parteien geschlossen

Rechtliche Auswirkungen einer Zession

Durch die Abtretung tritt der neue Gläubiger an die Stelle des bisherigen Gläubigers. Der zugrunde liegende Kauf- oder Dienstleistungsvertrag wird dadurch nicht insgesamt übertragen. Einwendungen gegen die Forderung bleiben dem Schuldner nach § 404 BGB erhalten; Gewährleistungspflichten wechseln daher nicht allein durch die Abtretung zur Bank.

Unterschied zwischen Forderungsabtretung & Factoring

Die Forderungsabtretung ist der rechtliche Vorgang, mit dem eine Forderung den Gläubiger wechselt. Sie kann zum Beispiel der Sicherung eines Kredits dienen. Factoring ist ein Finanzierungsmodell auf Basis des Forderungskaufs und nutzt ebenfalls die Abtretung. Je nach Vertrag kommen die Vorfinanzierung, der Schutz vor Forderungsausfällen und das Debitorenmanagement hinzu. Entscheidend sind daher Zweck und Leistungen des jeweiligen Vertrags.

Vorteile des Factoring

Wenn Sie Ihre offenen Rechnungen verkaufen, erhalten Sie sofortige Liquidität von bis zu 100 % des Rechnungsbetrages, abzüglich einer Gebühr. Gleichzeitig geht das Ausfallrisiko auf die AKTIVBANK über. Sie entlasten somit das Forderungsmanagement Ihres Unternehmens. D.h., Sie behalten auch die ausbezahlte Rechnungssumme für den Fall, dass Ihr Kunde später die offene Rechnung nicht oder nicht vollständig an das Factoring-Unternehmen zahlen kann. Mit unserem Factoring-Rechner berechnen Sie, welche Liquiditätsgewinne erzielbar sind.

Wir informieren Sie gerne ausführlich über die Factoring-Vorteile und weitere Unterschiede. Hier eine kurze Übersicht, warum sich der Forderungsverkauf für Ihre Firma lohnt:

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Auszahlung bis zu 100% der Rechnungsbeträge

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Über den Autor

Bereichsleiter Factoring Vertrieb · AKTIVBANK AG

Larsen Hechler unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Forderungen. In seinen Beiträgen erklärt er, wie Factoring Liquidität schafft, vor Zahlungsausfällen schützt und das Forderungsmanagement erleichtert.